Aktuell 2/2005

Alterseinkünftegesetz - Wer profitiert, wer wird belastet? (Teil 1)

Alterseinkünftegesetz

Über die Grundlagen des ab 01.01.2005 geltenden Alterseinkünftegesetzes (AEG) hat VA - Aktuell 2/2004 informiert. Wie aber wirkt sich die Neuregelung bei aktiven Teilnehmern und Rentnern der Versorgungsanstalt aus? Herr Dipl.-Mathematiker und Wirtschaftsprüfer Hans-Jürgen Knecht hat dies für die Versorgungsanstalt untersucht. Die Ergebnisse werden Ihnen in dieser und der nächsten Ausgabe von VA - Aktuell vorgestellt.

Steuerliche Entlastung aktiver Teilnehmer

Steuerliche Entlastung aktiver Teilnehmer

Das Alterseinkünftegesetz beeinflusst die Besteuerung sowohl aktiver Teilnehmer als auch Rentner. Die nachgelagerte Besteuerung stellt zunächst während der Zeit der Berufsausübung die Beiträge zu einem berufsständischen Versorgungswerk teilweise steuerfrei, während dem gegenüber die Rente der Besteuerung unterworfen wird. Diese Umstellung von der bis 2004 geltenden Ertragsanteil-besteuerung geschieht nicht auf einmal, sondern in einer Übergangsphase bis 2025 (bezüglich der Beiträge) bzw. 2040 (bezüglich der Renten). Im Jahr 2005 können Ledige 60 % der Versorgungs-abgaben, höchstens jedoch 12.000 EUR, als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen. Dieser Prozentsatz steigt in den folgenden Jahren um jährlich 2 % auf 100 % im Jahr 2025, höchstens aber auf 20.000 EUR. Bei Verheirateten verdoppeln sich die Höchstbeträge.

Die Schaubilder 1 bis 3 bilden die Grundlagen für die anschließenden Berechnungen. Differenziert wird nach Angestellten und Selbstständigen, Verheirateten und Ledigen. Die Tarife 2004 und 2005 werden im Schaubild 2 synoptisch gegenüber gestellt. Das Schaubild 3 zeigt die Ermittlung des verfügbaren Einkommens aus dem Jahresbruttoeinkommen.

Bei den Schaubildern 5 bis 8 ist anzumerken, dass es bei niedrigen Einkommen in den Jahren ab 2015 zu einer Schlechterstellung gegenüber dem Tarif 2004 kommen kann. Dies liegt daran, dass nach dem AEG bis 2014 die bis 2004 geltende Regelung zu den Vorsorgeaufwendungen angewandt wird, wenn dies für den Steuerpflichtigen günstiger ist. Da diese Günstigerregelung ab 2015 entfällt, kann dies für die Betroffenen negative Auswirkungen haben.

Das Ergebnis für die aktiven Teilnehmer fasst das Schaubild 8 zusammen. Hierbei handelt es sich aber nur um ein Zwischenergebnis, denn die Belastungen durch die Rentenbesteuerung sind noch nicht gegengerechnet.

Schaubild 1
Schaubild 1
Schaubild 2
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Schaubild 3
Schaubild 3
Schaubild 4
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Schaubild 5
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Schaubild 6
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Schaubild 7
Schaubild 7
Schaubild 8
Schaubild 8

Rentenbesteuerung

Rentenbesteuerung

Den Einstieg in die Analyse der Belastungen durch das AEG bilden die Schaubilder 9 bis 12. Schaubild 9 zeigt die Berechnung der verfügbaren Rente aus der Jahresbruttorente. Die Öffnungsklausel greift steuermindernd auf Antrag ein, wenn bis 2004 in mindestens 10 Jahren Versorgungsabgaben oberhalb des Höchstbeitrags zur Gesetzlichen Rentenversicherung (> AV -max) gezahlt worden sind. Rentner der Versorgungsanstalt haben eine entsprechende Bescheinigung für die Finanzbehörden bereits zugesandt erhalten.

Die Schaubilder 10 bis 12 demonstrieren die steuerliche Belastung eines Rentners, der vor dem Eintritt in den Ruhestand angestellter Freiberufler war. Sie zeigen die Entwicklung der Nettorente im Grundtarif in den Jahren 2004, 2005 und 2025. Anders als beim Sonderausgabenabzug gilt auf der Leistungsseite das Kohortenprinzip. Dies bedeutet, dass sich der Umfang der Besteuerung der Rente nach dem Jahr des Renteneintritts richtet. Bei Renteneintritt in 2005 und früher beläuft sich der zu versteuernde Anteil der Rente auf 50 %, bei Renteneintritt im Jahr 2006 auf 52 %, im Jahr 2007 auf 54 %, im Jahr 2020 auf 80 %, im Jahr 2025 auf 85 % und im Jahr 2040 auf 100 %.

In VA - Aktuell 3/2005 wird die Unter-suchung zur steuerlichen Belastung der Rentner fortgesetzt, die geringste und stärkste Belastung ermittelt und ein Belastungsvergleich angestellt. Ab-schließend werden Be- und Entlastungen gegenüber gestellt und ein Fazit gezogen. VA - Aktuell 3/2005 erscheint im Oktober 2005.

Schaubild 9
Schaubild 9
Schaubild 10
Schaubild 10
Schaubild 11
Schaubild 11
Schaubild 12
Schaubild 12

AKTUELL - AKTUELL - AKTUELL

AKTUELL - AKTUELL - AKTUELL

Der Punktwert der Versorgungsanstalt, der von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker aufgrund des Jahresergebnisses 2004 zum 1. 7. 2005 neu berechnet worden ist, hat sich zu diesem Zeitpunkt von bisher 77,07 EUR auf 77,27 EUR erhöht. Diese Erhöhung von 0,26% betrifft sowohl die laufenden Versorgungsleistungen als auch die Versorgungsanwartschaften der aktiven Teilnehmer.

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VA-Seminare 2005/2006

VA-Seminare 2005/2006

"Was bedeutet berufsständische Versorgung und was bringt Ihnen die VA?"
Termine:

  • Samstag, 08.10.2005, 9:30 Uhr Friedrichshafen
  • Samstag, 11.03.2006, 9:30 Uhr in Sindelfingen
  • Samstag, 14.10.2006, 9:30 Uhr in Rust (Baden)

Anmeldung: schriftlich, E-Mail: info@bwva.de oder Telefax: 07071-26934

Aktuell 2/2005 als PDF-Dokument

Steuerliche Entlastung aktiver Teilnehmer

Das Alterseinkünftegesetz beeinflusst die Besteuerung sowohl aktiver Teilnehmer als auch Rentner. Die nachgelagerte Besteuerung stellt zunächst während der Zeit der Berufsausübung die Beiträge zu einem berufsständischen Versorgungswerk teilweise steuerfrei, während dem gegenüber die Rente der Besteuerung unterworfen wird. Diese Umstellung von der bis 2004 geltenden Ertragsanteil-besteuerung geschieht nicht auf einmal, sondern in einer Übergangsphase bis 2025 (bezüglich der Beiträge) bzw. 2040 (bezüglich der Renten). Im Jahr 2005 können Ledige 60 % der Versorgungs-abgaben, höchstens jedoch 12.000 EUR, als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen. Dieser Prozentsatz steigt in den folgenden Jahren um jährlich 2 % auf 100 % im Jahr 2025, höchstens aber auf 20.000 EUR. Bei Verheirateten verdoppeln sich die Höchstbeträge.

Die Schaubilder 1 bis 3 bilden die Grundlagen für die anschließenden Berechnungen. Differenziert wird nach Angestellten und Selbstständigen, Verheirateten und Ledigen. Die Tarife 2004 und 2005 werden im Schaubild 2 synoptisch gegenüber gestellt. Das Schaubild 3 zeigt die Ermittlung des verfügbaren Einkommens aus dem Jahresbruttoeinkommen.

Bei den Schaubildern 5 bis 8 ist anzumerken, dass es bei niedrigen Einkommen in den Jahren ab 2015 zu einer Schlechterstellung gegenüber dem Tarif 2004 kommen kann. Dies liegt daran, dass nach dem AEG bis 2014 die bis 2004 geltende Regelung zu den Vorsorgeaufwendungen angewandt wird, wenn dies für den Steuerpflichtigen günstiger ist. Da diese Günstigerregelung ab 2015 entfällt, kann dies für die Betroffenen negative Auswirkungen haben.

Das Ergebnis für die aktiven Teilnehmer fasst das Schaubild 8 zusammen. Hierbei handelt es sich aber nur um ein Zwischenergebnis, denn die Belastungen durch die Rentenbesteuerung sind noch nicht gegengerechnet.

Schaubild 1
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Schaubild 2
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Schaubild 3
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Schaubild 5
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Schaubild 6
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Schaubild 7
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Schaubild 8
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Rentenbesteuerung

Den Einstieg in die Analyse der Belastungen durch das AEG bilden die Schaubilder 9 bis 12. Schaubild 9 zeigt die Berechnung der verfügbaren Rente aus der Jahresbruttorente. Die Öffnungsklausel greift steuermindernd auf Antrag ein, wenn bis 2004 in mindestens 10 Jahren Versorgungsabgaben oberhalb des Höchstbeitrags zur Gesetzlichen Rentenversicherung (> AV -max) gezahlt worden sind. Rentner der Versorgungsanstalt haben eine entsprechende Bescheinigung für die Finanzbehörden bereits zugesandt erhalten.

Die Schaubilder 10 bis 12 demonstrieren die steuerliche Belastung eines Rentners, der vor dem Eintritt in den Ruhestand angestellter Freiberufler war. Sie zeigen die Entwicklung der Nettorente im Grundtarif in den Jahren 2004, 2005 und 2025. Anders als beim Sonderausgabenabzug gilt auf der Leistungsseite das Kohortenprinzip. Dies bedeutet, dass sich der Umfang der Besteuerung der Rente nach dem Jahr des Renteneintritts richtet. Bei Renteneintritt in 2005 und früher beläuft sich der zu versteuernde Anteil der Rente auf 50 %, bei Renteneintritt im Jahr 2006 auf 52 %, im Jahr 2007 auf 54 %, im Jahr 2020 auf 80 %, im Jahr 2025 auf 85 % und im Jahr 2040 auf 100 %.

In VA - Aktuell 3/2005 wird die Unter-suchung zur steuerlichen Belastung der Rentner fortgesetzt, die geringste und stärkste Belastung ermittelt und ein Belastungsvergleich angestellt. Ab-schließend werden Be- und Entlastungen gegenüber gestellt und ein Fazit gezogen. VA - Aktuell 3/2005 erscheint im Oktober 2005.

Schaubild 9
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Schaubild 11
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Schaubild 12
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AKTUELL - AKTUELL - AKTUELL

Der Punktwert der Versorgungsanstalt, der von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker aufgrund des Jahresergebnisses 2004 zum 1. 7. 2005 neu berechnet worden ist, hat sich zu diesem Zeitpunkt von bisher 77,07 EUR auf 77,27 EUR erhöht. Diese Erhöhung von 0,26% betrifft sowohl die laufenden Versorgungsleistungen als auch die Versorgungsanwartschaften der aktiven Teilnehmer.

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VA-Seminare 2005/2006

"Was bedeutet berufsständische Versorgung und was bringt Ihnen die VA?"
Termine:

  • Samstag, 08.10.2005, 9:30 Uhr Friedrichshafen
  • Samstag, 11.03.2006, 9:30 Uhr in Sindelfingen
  • Samstag, 14.10.2006, 9:30 Uhr in Rust (Baden)

Anmeldung: schriftlich, E-Mail: info@bwva.de oder Telefax: 07071-26934

Schaubild1
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