Teilnehmerkreis

Pflichtteilnahme

Als Pflichtteilnehmer gehören der Versorgungsanstalt Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte an, die in Baden-Württemberg ihren Beruf ausüben. Ausgenommen von der Teilnahmepflicht sind:

  • - Berufsangehörige, die bei Eintritt der Voraussetzungen für die Pflichtteilnahme bereits berufsunfähig sind,
  • - Berufsangehörige, die das 65. bzw. 67. Lebensjahr vollendet haben,
  • - Beamte, Berufssoldaten oder Soldaten auf Zeit, solange für sie Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung besteht.


Angestellte Teilnehmer und gesetzliche Rentenversicherung

Angestellte Teilnehmer sind in der gesetzlichen Rentenversicherung, bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV), pflichtversichert. Sie werden aber dort auf Antrag befreit.

Die Befreiung wirkt vom Beginn der Teilnahme zur Versorgungsanstalt. Die Mitgliedschaft in der Deutschen Rentenversicherung führt dagegen nicht zur Befreiung von der Pflichtteilnahme an der Versorgungsanstalt.

Insofern hat die berufsständische Versorgungseinrichtung für den teilnehmenden Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt Vorrang vor der allgemeinen Gesetzlichen Rentenversicherung.

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Freiwillige Teilnahme

Bei Erlöschen der Pflichtteilnahme (zum Beispiel Wegzug aus Baden-Württemberg) kann die Teilnahme mit allen Rechten und Pflichten freiwillig fortgesetzt werden. Dies gilt nicht, solange in einer anderen berufsständischen Versorgungseinrichtung im Bundesgebiet beitragspflichtige Pflichtmitgliedschaft besteht. In allen anderen Fällen bleibt der Versorgungsschutz durch eine freiwillige Teilnahme weiter gewährleistet, beispielsweise wenn ein Teilnehmer vorübergehend seinen Beruf nicht ausübt, weil er sich der Kindererziehung widmet.

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Wechsel der Versorgungseinrichtung - Überleitung

Bei einem Wechsel der Versorgungseinrichtung können die bisher geleisteten Beiträge auf Antrag an das neu zuständige Versorgungswerk übergeleitet werden, wenn die abgabepflichtige Teilnahmezeit 96 volle Monate nicht überschritten hat. Der Antrag ist innerhalb von 6 Monaten seit Beginn der Teilnahme zu stellen. Die weiteren Modalitäten sind in den Überleitungsabkommen zwischen den berufsständischen Versorgungseinrichtungen geregelt. Ist eine Überleitung nicht möglich, leistet im Versorgungsfall jede Versorgungseinrichtung nach ihrem Satzungsrecht. Sonderregelungen gelten bei Migration zwischen Versorgungsträgern innerhalb der EU.

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