Finanzierungsverfahren

Die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt gewährt seit 1952 dynamische Versorgungsleistungen. Ihr Finanzierungssystem, das so genannte offene Deckungsplanverfahren, verbindet Elemente des Umlageverfahrens und des Kapitaldeckungsverfahrens. Damit wird eine einseitige Abhängigkeit entweder von der wirtschaftlichen Situation des Berufsstandes (wie beim reinen Umlageverfahren) oder von der Kapitalmarktentwicklung (wie bei vollständiger Kapitaldeckung) vermieden.

Durch eine relative Bewertung der jährlichen Versorgungsabgaben werden diese in Jahresleistungszahlen (JLZ) umgewandelt und damit dem Geldwertschwund entzogen.
Die in jungen Jahren erworbenen Jahresleistungszahlen sind genauso rentenwirksam wie die kurz vor Rentenbeginn gezahlten Abgaben. Am Ende des Berufslebens ist für die Höhe des individuellen Rentenanspruchs die Summe der Jahresleistungszahlen maßgebend.
Wenn der Versorgungsfall vor dem 60. bzw. 62. Lebensjahr eintritt (Berufsunfähigkeit, Tod) wird der erworbene Anspruch durch Zurechnungsjahre ergänzt.